Acers 14-Zöller erfreut mit einfachen Aufrüstmöglichkeiten, einer schnellen Solid State Disk und einer guten Tastatur. Auch die Akkulaufzeiten stimmen. Der Bildschirm trübt das Gesamtbild: Acer verbaut ein blickwinkelinstabiles TN-Modell.
Die Travelmate-P2-Reihe der Firma Acer steht für Business-Notebooks der Einstiegsklasse. Mit der Serie sollen kleine Unternehmen, Selbstständige, aber auch Schüler und Studenten angesprochen werden. Uns liegt mit dem Travelmate P249-M das aktuelle 14-Zoll-Modell der Reihe vor. Überraschendes auf Seiten der Ausstattung liefert der Rechner nicht. Das Notebook wird von einem Skylake Prozessor angetrieben. Dazu gesellen sich ein Full-HD-Bildschirm und eine SSD. Ob sich der Rechner von der Konkurrenz absetzen kann, verrät unser Test. Zu den Konkurrenten zählen das HP Probook 440 G3, das Lenovo Thinkpad E460, das Dell Latitude 14 3470. Mit dem Travelmate X349-M gibt es auch noch einen Konkurrenten aus dem eigenen Haus.
Acer setzt beim Travelmate auf einen Materialmix aus Kunststoff und Metall. Der gesamte Rechner ist schwarz gefärbt. Die Oberseite der Baseunit besteht aus gebürstetem Aluminium. Die restlichen Komponenten sind aus Kunststoff gefertigt. Die Deckelrückseite sowie die Unterschale sind mit einer Textur (Leinenmuster) versehen. Auf der Unterseite des Laptops findet sich eine Wartungsklappe, hinter der sich die Arbeitsspeicherbänke und die SSD verbergen. Der Akku ist fest verbaut.

Großartige Mängel bezüglich der Verarbeitung leistet sich Acer nicht. Der Displayrahmen hätte noch einen Tick präziser entgratet werden dürfen. Scharfe Kanten sind aber nicht zu spüren. Von einem vergleichsweise wuchtigen Business-Notebook wie dem Travelmate hätten wir aber mehr Stabilität erwartet. So kann die Baseunit etwas zu leicht verdreht werden. Zudem lässt sich das Gehäuse neben beiden Seiten der Tastatur ohne allzu großen Kraftaufwand durchbiegen. Druck auf die Deckelrückseite führt zu Bildveränderungen. Die Scharniere halten den Deckel fest in Position, wippen aber etwas nach. Eine Ein-Hand-Öffnung des Deckels ist möglich.
Das Travelmate bringt eine übliche Auswahl an Steckplätzen mit, Überraschungen gibt es nicht. Zwei der drei Type-A-USB-Steckplätze arbeiten nach dem USB-3.0-Standard. Einen Type-C-USB-Anschluss hat das Notebook nicht zu bieten. Bei einem 2016er-Laptop erwarten wir eine solche Schnittstelle. Zwei Videoausgänge sind vorhanden. Die Anordnung der Anschlüsse dürfte besser ausfallen. So befinden sich die USB-Steckplätze auf Höhe der Handballenablage. Akku Asus C22-UX31 .

Ein Hinweis: Wer sich in den diversen Online Shops Bilder des Travelmate anschaut, wird auf einigen Abbildungen eine Type-C-USB-Schnittstelle finden. Allerdings handelt es sich dann nicht um das Travelmate P249-M, sondern um das Travelmate P259-M. Acer hat hier das Bildmaterial vertauscht. Entsprechend finden sich in den Angeboten zum Travelmate P259-M die Seitenansichten des Travelmate P249-M. Acer hat uns diese Verwechslung der Bilder bestätigt.
Der verbaute Speicherkartenleser hat es nicht eilig. Die Übertragung von 250 jpg-Bilddateien (je rund 5 MB) wird mit einer Geschwindigkeit von 17,3 MB/s absolviert. Wir testen Speicherkartenleser mittels einer Referenzkarte (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II).
Das verbaute WLAN-Modul trägt einen Chip der Firma Intel (7265). Neben den WLAN-Standards 802.11a/b/g/h/n unterstützt dieser auch den schnellen ac-Standard. Die von uns unter optimalen Bedingungen (keine weiteren WLAN-Geräte in der näheren Umgebung, geringer Abstand zwischen Notebook und Server-PC) ermittelten Übertragungsgeschwindigkeiten fallen nicht sonderlich gut aus. Ein Vergleich mit dem Travelmate X349-M zeigt, wozu der WLAN-Chip in der Lage ist. Drahtgebundene Netzwerkverbindungen wickelt ein Gigabit-Ethernet-Chip aus Realteks RTL8168/8111-Familie ab. Dieser absolviert seine Aufgaben reibungslos.
Die Webcam erzeugt keine qualitativ hochwertigen Bilder. Die Kamera genügt den Anforderungen, welche die Videotelefonie stellt. Die maximale Auflösung beträgt 1.280 x 720 Bildpunkte.
Es handelt sich beim P249-M um ein Einstiegsmodell in die Business-Welt. Entsprechend finden sich nicht allzu viele Sicherheitsfunktionen an Bord. Auf Seiten der Hardware kann der Rechner nur mit einem Trusted Platform Module (2.0) aufwarten. Ein Fingerabdruckleser ist nicht vorhanden. Dazu gesellt sich Acers ProShield Sicherheitssoftware.

Auf der Unterseite des Rechners findet sich eine große Wartungsklappe. Hinter dieser verbergen sich die Arbeitsspeicherbänke und die Solid State Disk. Ein Fach für eine 2,5-Zoll-Festplatte ist ebenfalls vorhanden. Dieses kann aber nicht genutzt werden, da kein SATA-Steckplatz vorhanden ist. Um an die übrige Hardware zu gelangen, müsste das Gehäuse geöffnet werden.
Acer stattet das Travelmate mit einer dreijährigen Garantie aus - inklusive Abholservice. Der Garantiezeitraum kann erweitert werden. So müssen für eine fünfjährige Vor-Ort-Garantie etwa 170 Euro auf den Tisch gelegt werden.
Das Travelmate ist mit einer beleuchteten Chiclet-Tastatur bestückt. Die Beleuchtung wird mittels einer Funktionstaste gesteuert. Es gibt eine Helligkeitsstufe. Die Tasten des Laptops verfügen über einen kurzen Hub und einen deutlichen Druckpunkt. Der knackige Widerstand der Tasten weiß zu gefallen. Die Buchstaben- und Zahlentasten besitzen eine konkave Wölbung, die übrigen Tasten sind eben. Alle Tasten verfügen über eine glatte Oberfläche. Während des Tippens gibt die Tastatur in der Mitte ein wenig nach. Negative Auswirkungen auf das Schreiben hat dies nicht. Acer liefert hier eine gute Tastatur, die auch für Vielschreiber geeignet ist. Akku A32-K55 .

Das multitouchfähige Clickpad des Travelmate belegt eine Fläche von etwa 10,5 x 6,5 cm. Somit steht viel Platz zur Nutzung der Gestensteuerung bereit. Die diversen Gesten können im Konfigurationsmenü des Pads individuell ein- und ausgeschaltet werden. Die glatte Oberfläche des Pads macht den Fingern das Gleiten leicht. Es reagiert auf der gesamten Fläche auf Eingaben - auch in den Ecken. Das Pad verfügt über einen kurzen Hub und einen deutlichen Druckpunkt.
Acer spendiert dem Travelmate ein mattes 14-Zoll-Display, das über eine native Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten verfügt. Sowohl Helligkeit (237,8 cd/m²) als auch Kontrast (607:1) sollten höher ausfallen. Schließlich handelt es sich hier um ein mobiles Arbeitsgerät, das an verschiedenen Orten und somit unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen genutzt werden wird. Der Bildschirm zeigt auf der geringsten Helligkeitsstufe PWM-Flimmern mit einer Frequenz von 50 Hertz. Das kann auch bei unempfindlichen Personen zu Kopfschmerzen und/oder Augenproblemen führen.
Im Auslieferungszustand zeigt der Bildschirm eine DeltaE-2000-Farbabweichung von 9,09. Anzustreben wäre ein Wert kleiner 3. Darüber hinaus leidet das Display unter einem Blaustich. Die Farbräume AdobeRGB und sRGB können nicht dargestellt werden. Die Abdeckungsraten betragen 36,5 Prozent (AdobeRGB) bzw. 56,7 Prozent (sRGB).
Überraschenderweise stattet Acer das Gerät nicht mit einem IPS-Panel aus, sondern mit einem blickwinkelinstabilen TN-Modell. Somit kann der Bildschirm nicht aus jeder Position heraus abgelesen werden. Allerdings handelt es sich um ein Modell der besseren Art. Die Blickwinkel fallen etwas größer aus als bei TN-Bildschirmen aus dem Tiefstpreissegment. Das Travelmate kann im Freien genutzt werden, wenn die Sonne nicht allzu hell strahlt.
Acer liefert mit dem Travelmate P249-M ein 14-Zoll-Business-Notebook der Einstiegsklasse. Der Rechner verfügt über genügend Rechenleistung für alle gängigen Anwendungsbereiche. Mit businesstypischen Komponenten wie einem Dockingport, Fingerabdruckleser oder einem LTE-Modem kann das Notebook nicht dienen. Unser Testgerät ist für etwa 720 Euro zu haben. Zum Testzeitpunkt ist nur ein weiteres Modell verfügbar. Ein Test dieses Modells erscheint in den nächsten Tagen auf

Innerhalb der Travelmate-P249-M-Reihe finden sparsame ULV-Prozessoren (TDP: 15 Watt) der Skylake Generation Verwendung. Unser Testgerät ist mit dem Core i5-6200U Zweikernprozessor ausgestattet. Hierbei handelt es sich um einen Vertreter der Mittelklasse, der die Anforderungen der meisten Nutzer erfüllen sollte. Travelmate-P249-M-Modelle, die mit Core-i7-Prozessoren bestückt sind, konnten wir zum Testzeitpunkt nicht ausfindig machen. Der Kauf eines solchen Modells würde sich für die meisten Nutzer auch nicht lohnen. Einem deutlichen Aufpreis stünde nur ein geringes Mehr an Leistung entgegen. Der hier verbaute Core-i5-Prozessor arbeitet mit einer Basisgeschwindigkeit von 2,3 GHz. Mittels Turbo ist eine Steigerung auf 2,7 GHz (beide Kerne) bzw. 2,8 GHz (nur ein Kern) möglich. Der Turbo kommt im Netz- und im Akkubetrieb zum Einsatz. Akku A32-N55 .

Mit dem Core i5-7200U Prozessor befindet sich bereits der Kaby-Lake-Nachfolger der Core i5-6200U CPU auf dem Markt. Der neue Prozessor liefert um 10 bis 15 Prozent bessere Resultate. Dies ist auf die höheren Arbeitsgeschwindigkeiten (2,7 bis 3,1 GHz) zurückzuführen. Auf technischer Seite unterscheiden sich Skylake und Kaby Lake praktisch nicht.