Eine hochwertige Materialwahl paart sich mit einer reaktionsschnellen Hardware und hinterlässt bei uns einen bleibenden Eindruck. Obwohl uns die Displayhelligkeit nicht zeitgemäß erscheint, stimmt das Gesamtpaket des neuen Acer Swift 3.
Während der IFA 2016 präsentierte Acer erstmals seine neue Swift-Reihe. Bei der uns vorliegenden Konfiguration des Swift 3 handelt es sich um ein Subnotebook, das sich für den alltäglichen Anwendungsbereich wappnet. Das Aluminiumgehäuse und eine ordentlichen Hardware-Ausstattung unterstreichen diesen Verwendungsbereich. Hierzu zählt ein Intel Core i7-Prozessor der Skylake-Generation, ein Full-HD-Display, 8 GB Arbeitsspeicher und eine große 512-GB-SSD. Preislich bewegt sich das Acer Swift 3 knapp unterhalb der 1.000-Euro-Marke. Optional bietet der Hersteller kostengünstigere Alternativen an, die sich durch geringere Speicherkapazitäten und schwächere Prozessoren kennzeichnen. In dem Fall liegt der aktuelle Startpreis bei 600 Euro.

Damit sich unser Testkandidat in der Klasse der Subnotebooks behaupten kann, muss es in unserem Test gegen eine Vielzahl von Konkurrenzprodukten antreten. Hierzu zählt das rund 100 Euro teurere Asus Zenbook UX330UA, das mit ähnlichen Komponenten ausgestattet wird. Auch vom Hersteller unseres Testgerätes finden sich passende Alternativen. Mit gleicher Ausstattung und guter Gesamtwertung überzeugte das Acer Aspire S 13 in unserem Test. Ebenfalls nur etwas teurer ist das Acer TravelMate X3, das gleichzeitig als Business-Gerät fungiert. Wem noch etwas mehr Grafikleistung zusagt, erhält für 1.000 Euro ein Lenovo Ideapad 500s, das dank dedizierter NVIDIA Grafikkarte einen interessanten Vergleichskandidaten darstellt. Zuletzt wollen wir noch das von uns mit „sehr gut“ bewertete Dell XPS 13 im Test erwähnen, das mit einem Aufpreis von 550 Euro einen Vergleich zur nächsten höherwertigen Kategorie bietet.
Acer ummantelt das Swift 3 in ein hochwertiges silbernes Aluminiumgehäuse. Zur Wahl steht neben des silbernen und matten Finishs ein goldenes Gehäuse. Auf den ersten Blick macht das Testgerät einen sehr wertigen Eindruck. Alle Kanten sind sauber abgerundet und die einzelnen Gehäuse-Elemente sind passgenau eingesetzt worden. Das verwendete Scharnier besitzt einen angenehmen Widerstand. Allerdings müssen wir beim Aufklappen des 14-Zoll-Notebooks beide Hände benutzen. Obwohl sich die Displayrückseite etwas eindrücken lässt, hinterlässt das Gehäuse einen soliden Eindruck. Um Wartungsarbeiten oder einen Akkutausch zu vollziehen, muss die komplette Bodeneinheit entfernt werden. Dies wird durch viele Klickverschlüsse aus Kunststoff erschwert und ist nur für erfahrene Nutzer empfehlenswert. Nach der Öffnung lässt sich der Akku, die Batterie und die SSD austauschen. Auch eine Reinigung des Lüfters ist möglich. Akku HP EliteBook 8730w .
Die Waage misst beim Swift 3 ein Gewicht von rund 1,55 kg. Rein subjektiv ist das 14 Zoll große Notebook ein angenehmer Begleiter. Wer nicht auf ein Kunststoffgehäuse ausweichen will und sich dennoch einen leichteren Laptop wünscht, ist mit dem Asus Zenbook gut bedient. Das Zenbook liegt gerade einmal bei 1,2 kg. Auch die Bauhöhe ist mit 13,5 mm rund 4,5 mm geringer als bei unserem Testkandidaten. Im Vergleich: Das TravelMate X3 hat beinahe identische Abmessungen und ein ähnliches Gewicht wie unser Testkandidat. Interessant ist, dass sich das Lenovo Ideapad 500s trotz dedizierter Grafikeinheit auf dem gleichen Gewichtsniveau wie das Swift 3 bewegt. Die Konsequenz ist allerdings eine erhöhte Bauhöhe von 19,5 mm und der Verzicht auf ein Metallgehäuse.
Beim neuen Swift 3 treffen wir auf ein Grundrepertoire an aktuellen Schnittstellen. An dieser Stelle loben wir den gewählten USB-Typ-C-3.1-Port.

Unvorteilhaft ist allerdings, dass nur einer der beiden USB-Typ-A-Ports mit USB 3.0 ausgestattet wird. Insgesamt sind die Schnittstellen im hinteren Bereich der linken und rechten Seitenleiste untergebracht. Diese Anordnung verhindert, dass der Arbeitsplatz auf dem Schreibtisch durch angeschlossene Kabel eingeschränkt wird. 
Wer häufig Bilder via SD-Karte auf sein Notebook transferieren möchte, muss beim Acer Swift 3 erschreckend lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Mittels einer Toshiba Exceria Pro SDCX 64 GB UHS-II-Referenz-Speicherkarte kopieren wir JPEG-Dateien (jeweils rund 5 MB groß) und erzielen Datenraten von 22,7 MB/s. Solche mageren Werte sind wir schon vom Acer TravelMate X3 gewohnt. Das Asus Zenbook schneidet mit rund 30 MB/s nicht viel besser ab. Nutzer, die auf solch ein Szenario täglich angewiesen sind, sollten sich an Konkurrenzprodukten wie dem Dell XPS 13 orientieren.
Bei beinahe allen Notebooks dieser Vergleichsrunde erfolgt die Verbindung in das WorldWideWeb ausschließlich über das integrierte WLAN-Modul. In unserem Testgerät funkt ein Qualcomm Atheros QCA6174 802.11ac-Modul, das über eine 2x2-MU-MIMO-Technik verfügt. Laut Spezifikation sind hiermit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 866 MBit/s (Brutto) möglich. Wir messen mittels iperf als Server und Client erschreckende Geschwindigkeiten um 115 MBit/s. Das ebenfalls mit MIMO-2x2-Technologie bestückte Asus Zenbook erreicht fünf- bis sechsmal höhere Übertragungsraten. Auch das deutlich teurere Dell XPS 13 schneidet mit rund 580 MBit/s (Server) und 461 Mbit/s (Client) ebenfalls deutlich besser ab. Akku HP EliteBook 8440p .

Eine Ethernet-Verbindung kann lediglich durch eine USB-Adaption erfolgen. Anders allerdings bei Lenovo: Beim Ideapad 500s wird kein gesonderter Adapter benötigt. Hier gelingt der Internetaufbau auch durch einen kabelgebundenen Netzwerkanschluss. 
Für Video-Telefonate wird eine 1,3-MP-Webcam eingebaut. Diese liefert bei Tageslicht annehmbare Bilder. Im Detail ist stets ein Bildrauschen ersichtlich. Dieses verstärkt sich zunehmend bei einer dunkleren Umgebung. 
Unser Testgerät definiert sich nicht durch eine Vielzahl von Sicherheitsstandards, die hingegen für den Business-Bereich maßgeblich sind. Dennoch muss nicht gänzlich auf einige Sicherheitsmerkale verzichtet werden. Neben eines TP-Modul 2.0 wird ein Fingerabdruck-Sensor eingesetzt. Der für die Anmeldung eingesetzte Swipe-Fingerprint-Sensor reagiert unmittelbar und ohne Probleme.

Das inkludierte Zubehör beschränkt sich auf eine Broschüre und ein kurzes Setup-Guide-Heft. Auf der Herstellerseite finden wir keine für dieses Produkt zugeschnittene Zubehörartikel.

Wer Reparaturarbeiten am Swift 3 durchführen möchte, muss die Bodeneinheit vollständig entfernen. Nach dem Entfernen aller umliegenden Schrauben muss die mit Kunststoffverschlüssen befestigte Bodeneinheit vorsichtig angehoben werden. Dies gelingt am besten mittels eines Hebel-Werkzeuges. Im Anschluss lassen sich grundlegende Wartungsarbeiten durchführen. Obwohl wir einen Zugriff zu den meisten Komponenten erhalten, fällt besonders negativ auf, dass der Arbeitsspeicher verlötet ist. Dieser lässt sich also nicht erweitern oder ersetzen. Das bedeutet besonders für potentielle Kunden der i3-Variante, die nur mit 4 GB Arbeitsspeicher ausgestattet wird, dass kein Upgrade im Nachhinein möglich ist.
Acer gewährt dem Kunden nach dem Kauf eine Standardgarantie von 24 Monaten. Diese beinhaltet einen Pick up- & Return-Service. Ebenfalls für ein Jahr gibt es die International Travellers Warranty. Informationen hierzu liefert der Hersteller in einer beigelegten Broschüre. 
Für erfolgreiche Schreibarbeiten setzt Acer eine schwarze Chiclet-Tastatur ein. Diese verfügt zusätzlich über eine einstufige Hintergrundbeleuchtung, wodurch auch zu später Stunde noch am Laptop getippt werden kann. Die Tasten verfügen über einen für ein Notebook ordentlichen Hub und ein mittel-hartes Druckempfinden. Dadurch können sich 10-Finger-Schreibkünstler optimal austoben. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Platzierung der Bildlauftasten an der rechten Seite, sowie der geringe Abstand zwischen der Umschalttaste und der Taste für die Vergleichszeichen. Ebenfalls müssen sich die beiden mittleren Pfeiltasten eine Taste teilen. Insgesamt eignet sich das Acer Swift 3 selbst für längere Office-Arbeiten. Akku HP EliteBook 8540w .
Äußerst gute Worte können wir außerdem über das 7,7 x 10,6 cm große Touchpad verlieren. Eingaben werden reaktionsschnell umgesetzt und auch Multi-Touch-Gesten stellen kein Hindernis dar. Selbst vor Eingaben in den Ecken lässt sich das Eingabegerät nicht abschrecken. Erstaunlich gut werden Gesten umgesetzt und erkannt. Bemängeln lassen sich lediglich die unterhalb des Touchpads platzierten Tasten. Der Hub ändert sich deutlich zwischen dem Rand und der Mitte. Das erzeugte Klickgeräusch ist nicht zu laut, aber dafür relativ hochtönig.