Nach den High-End-GPUs im vergangenen Herbst bringt Nvidia nun auch die neuen Pascal-Mittelklasse-Grafikchips - zeitgleich mit Intels neusten Kaby-Lake-Quadcore-Prozessoren in die Regale. Das Asus GL753VD ist eines der ersten unmittelbar verfügbaren Notebooks mit brandneuer Chip-Technologie.
Ab sofort wird das neue Strix GL753VD das mobile Gaming-Portfolio von Asus ergänzen. Als großer Bruder des zeitgleich vorgestellten GL553VD (15 Zoll) ordnet sich das Notebook eher im Gaming-Einsteigerbereich ein. Die Speerspitze stellt nach wie vor das G752 dar, das mit Geforce-GTX-1070-Grafikkarten bis hinein in den 4K- bzw. VR-Bereich flüssigen Spielegenuss ermöglicht. Das GL702 setzt mit seiner GTX-1060-GPU und seinem dünnen Gehäuse (kein optisches Laufwerk) vor allem auf hohe Mobilität. 
Ab 1.299 Euro (UVP) soll das GL753 ersten Informationen zufolge starten, dann versehen mit der Nvidia Geforce GTX 1050 wie auch im hier vorliegenden Testgerät. Sparfüchse können einen Blick auf die ebenso neue Asus-FX-Reihe werfen, die mit vergleichbaren Komponenten seitens Grafik, allerdings einem weniger schicken Kunststoffgehäuse, jedoch bereits ab 999 Euro verfügbar werden soll.

Modelle mit der neuen Nvidia Geforce GTX 1050 Ti wird Asus in Deutschland vorerst nicht in den Handel bringen, allerdings können zu späterem Zeitpunkt limitierte Sonderserien folgen. Details zur aufgebohrten Version der hier eingesetzten GTX 1050 finden Sie etwa in unserem aktuellen Test des MSI GE73 oder aber unserem Preview zum neuen Acer Aspire VX 15, welche ebenso mit der GTX 1050 Ti verfügbar sein werden.

Konkrete Informationen zu weiteren Ausstattungsvarianten und deren Preisgestaltung sind zum Zeitpunkt des Tests noch nicht bekannt. 
Optisch orientiert sich das Asus GL753VD an seinem Vorgänger GL752 bzw dem flacheren GL702. Vor uns steht ein schwarz eingefärbter 17-Zoller mit punktuellen Akzenten in Orange-Rot. Im ausgeschalteten Zustand sind dies das ROG-Logo im Bereich der Handballenablagen sowie am Displaydeckel, und die rote Umrandung des Touchpads. Die Kühlrippen im Inneren des Gehäuses sowie die Gummifüße an der Geräteunterseite wurden ebenso eingefärbt. Im eingeschalteten Zustand wird auch die Tastaturbeleuchtung farblich wirksam und das ROG-Logo am Displaydeckel wird von durchscheinendem Licht in den Vordergrund gerückt.
Die Unterschiede zum Vorgänger GL752 sind gering, aber vorhanden. So erhielt das GL753 an der Oberseite der Baseunit, wie auch das GL702, zusätzliche optische Elemente, die einen Effekt räumlicher Tiefe erzeigen, obwohl das Gerät an sich komplett eben ist. Akku HP G62 .

Bei der Baseunit setzt Asus auf Kunststoffbauteile während beim Displaydeckel eine in Form gepresste Aluminium-Platte eingesetzt wird. Die Stabilität des Notebooks fällt für ein 17-Zoll-Gerät mehr als zufriedenstellend aus. Knarzgeräusche beim Hantieren mit dem Gerät konnten wir im Testzeitraum nicht beobachten. Die Verarbeitung geht ebenso in Ordnung, lediglich im Bereich des optischen Laufwerkes kann man ungleichmäßige Spaltmaße beobachten.
Im Universum der Gaming Notebooks ordnet sich das Asus ROG Strix GL753VD im Mittelfeld hinsichtlich Größe und Gewicht ein. So sind die High-End-Boliden vom Schlage G752 & Co. erheblich schwerer und dicker als das GL753, während auf Mobilität getrimmte Geräte, wie etwa das MSI GS73 oder aber das Asus GL702, noch leichter und vor allem dünner sind, was in erster Linie durch das Weglassen des optischen Laufwerks erreicht wird.
Am Asus Strix GL753 sind die wichtigsten Ports vorhanden, über die Pflichtausstattung kommt der Laptop aber nicht hinaus. Linker Hand finden wir ganz hinten den Anschluss für die Energieversorgung, in der vorderen Hälfte einen LAN-Port, HDMI und Mini-Displayport gefolgt von zwei USB-3.0-Typ-A-Ports sowie einen Type-C-Anschluss, der allerdings keine weiteren Funktionen bietet. Die Buchse für die Kopfhörer ist im vordersten Eckbereich platziert. An der Vorderkante ist auch noch ein ein SD-Kartenleser zu finden, der allerdings aufgrund der keilförmig zulaufenden Front etwas schwer einsehbar ist. 
An der rechten Seite finden man im vorderen Bereich zwei weitere USB-Ports, wovon allerdings nur einer nach Standard 3.0 arbeitet, was nur anhand der klitzekleinen Beschriftung optisch erkennbar ist. Beim Anschluss einer externen HDD sollte man ob der niedrigeren Übertragungsraten darauf achten, diesen Port eher nicht zu nutzen. Es folgt an der rechten Seite das optische Laufwerk und ein Kensington Schloss.

Neben der Problematik, dass der einzige USB-2.0-Port ungenügend gekennzeichnet ist, könnte auch die Platzierung der Ports an den Seitenkanten im äußerst vorderen Bereich so manchen User unangenehm aufstoßen. Nicht nur können zahlreiche Kabel an der linken Seite Linkshänder unter Umständen bei der Bedienung des Laptops stören, auch Peripherie mit einem kurzen Anschlusskabel kann Probleme verursachen. So reichte beispielsweise das 90 cm lange Kabel einer Gaming-Maus von Razer Orochi nur unzureichend aus, um von den USB-Ports an der linken Seite hinten um das Gerät geführt zu werden und dann in einem ausreichend großen Radius optimal benutzt werden zu können. Selbige musste in Folge an der rechten Seite im vorderen Bereich angesteckt werden, womit man sich wieder mit dem störenden Kabel im Bewegungsradius der Maus arrangieren muss. Zumindest ein USB-Port im hinteren Bereich der Seitenkanten erachten wir als bessere Lösung. Akku HP MU09 .
Wie gewohnt testen wir den eingebauten SDCard Reader mit unserer Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II Referenz-Speicherkarte. Sowohl im praxisnahen Copy-Test als auch bei der maximalen Leserate liefert der Reader ein gutes Ergebnis. Zwar gibt es vereinzelt Kartenleser, die noch erheblich schneller sein können, im Umfeld vergleichbarer Geräte schlägt sich das GL753 aber tadellos. Der Slot nimmt die Speicherkarte übrigens vollständig auf, womit diese theoretisch auch im Gerät verbleiben könnte. Das Auswerfen gestaltete sich hingegen als etwas fummelig und gelang nur unter dem Einsatz der Fingernägel nach Anheben des Gerätes an der Vorderkante.

Eine gelungene Vorstellung liefert das Asus Strix GL753 seitens WiFi-Performance ab. In unserem genormten Test erreicht der Laptop hohe Übertragungsraten von bis zu 666 MBit/s und spielt damit in der Oberklasse mit. Wir entfernen uns in weiterer Folge von unserem Testrouter und testen das GL753 gegen ein MacBook Pro 13, welches eine bekannt gute WiFi-Performance aufweist. Auch mit mehreren Betonmauern zwischen Router und Endgerät (Distanz rund 10 m) bleibt der Funkkontakt bestehen, während die Übertragungsleistung in etwa auf Niveau des MacBook Pro liegt. Hier hat Asus erstklassige Arbeit abgeliefert.
Für seine ROG Gaming-Notebooks bietet Asus eine ganze Reihe an Zubehör an. Die Palette reicht von optisch passend gestylten externen Eingabegeräten wie Keybords und Mäuse über Headsets und Taschen bis hin zu ROG-Klamotten .

Zwar verfügt das GL753 nicht über eine spezielle Wartungsklappe, allerdings lässt es sich unter Zuhilfenahme eines einfachen Kreuzschlitz-Schraubendrehers und einer Kunststoffspatel einfach öffnen. Dabei darf eine zentrale, unter einem Aufkleber versteckte Schraube nicht übersehen werden. Nach dem Öffnen hat man Zugang zu allen Komponenten und könnte etwa auch einen Tausch der M.2-SSD oder der 2,5-Zoll-HDD vornehmen. Auch die beiden Arbeitsspeicherbänke sind problemlos zugänglich. Lüfter und Kühlkörper könnten für etwaige Reinigungsarbeiten ebenso einfach ausgebaut werden. 
Das Layout der Tastatur entspricht fast 1:1 jenem im Asus GL702. Die Chiclet-Tastatur bietet einen zusätzlichen Nummernblock an der rechten Seite, rückt allerdings - im Gegensatz zum GL702 - die Pfeiltasten etwas nach unten aus dem Regellayout und vergrößert zudem die Leertaste im linken Bereich, also dort, wo der Daumen bei W-A-S-D gesteuerten Games zu liegen kommt. Zwei kleine Änderungen, die sich aber durchaus positiv auswirken können.
Die Tasten verfügen über einen für Notebooks gut gewählten, nicht zu kurzen Hubweg und ein zufriedenstellendes Feedback bzw. Druckpunkt. Im mittleren Tastaturbereich ist bei starker Druckausübung ein leichtes Nachgeben zu beobachten, das aber ohne Auswirkung auf das Tippgefühl bleibt. Die Geräuschkulisse beim Tippen ist stets angenehm dumpf und leise. Akku HP MU06 .

Beim Touchpad dürfte Asus auf dasselbe Bauteil setzen, wie es auch beim GL702 zum Einsatz kommt. Die Gleitfähigkeit der Oberfläche ist zufriedenstellend wie auch das Feedback der beiden Tastenbereiche. Per vorinstallierter Software kann das Pad auch für handschriftliche Eingaben benutzt werden.