Etwa 230 bis 250 Euro müssen für Trekstors 11,6-Zoll-Windows-Convertible auf den Tisch gelegt werden. Dafür bekommt man ein Gerät, das einen Cherry-Trail-Prozessor und einen blickwinkelstabilen IPS-Full-HD-Bildschirm zu bieten hat. Schwächen offenbart das Gerät bei den Akkulaufzeiten.
Das Surftab duo W3 der Firma Trekstor stellt ein Convertible im 11,6-Zoll-Format dar. Genauer gesagt handelt es sich um einen Vertreter der Unterkategorie "Detachable" - ein Convertible mit abnehmbarem Display. Oder andersherum: ein Tablet mit ansteckbarer Tastatur. Im Inneren des Rechners werkelt ein Atom Prozessor der Cherry-Trail-Generation. Zu den Konkurrenten des Convertible zählen Geräte wie das Medion Akoya E2215T, das Lenovo IdeaPad MIIX 310-10ICR, das HP x360 310 G1.
Trotz eines recht günstigen Kaufpreises muss nicht auf hochwertige Materialien verzichtet werden. Die Rückseite des Tablet-Elements und die Oberseite des Tastaturdocks sind aus Aluminium gefertigt. Die restlichen Komponenten bestehen aus Kunststoff. Auffälligkeiten auf Seiten der Verarbeitung zeigt das Convertible nicht. Es ist solide gefertigt. Auch bei der Stabilität offenbart das Gerät keine Schwächen.

Kritik gebührt der Schnittstellenauswahl. Trekstor verbaut am Tablet-Element einen Micro-USB-2.0- und einen Micro-USB-3.0-Steckplatz. Ersterer dient als Anschluss für das USB-Ladegerät. Der zweitgenannte Steckplatz ist zum Anschluss von USB-Geräten vorgesehen. Trekstor legt einen Adapter (Micro-USB-3.0 auf Typ-A-Buchse) bei. Beide Micro-USB-Anschlüsse erachten wir als unsinnig. Hier hätte Trekstor gleich auf Typ-C-USB-Steckplätze setzen müssen. Man hätte das Gleiche erreicht und das Tablet wäre zumindest in dieser Beziehung zukunftssicher.

Die USB-3.0-Lösung von Trekstor überzeugt zudem nicht. Zwischen dem beigelegten Adapter und der Micro-USB-3.0-Buchse kommt keine stabile Verbindung zustande. Schon eine leichte Bewegung des Convertibles oder ein Berühren des Adapters kann den Kontakt zum angeschlossenen Gerät unterbrechen - beispielsweise einer USB-Festplatte. Akku Asus X71SL .

Trekstor stattet das Surftab mit der 32-Bit-Version von Windows 10 Home aus. Diese Version arbeitet ressourcenschonender und wird daher oftmals bei leistungsschwachen Geräten verwendet. Somit können keine 64-Bit-Anwendungen ausgeführt werden. Zu Problemen führt dies nicht. Es gibt von praktisch jeder Anwendung eine 32-Bit-Version.
Das Tastatur-Dock hält eine unbeleuchtete Chiclet-Tastatur bereit. Die flachen, leicht angerauten Tasten verfügen über einen kurzen Hub und einen klaren Druckpunkt. Der Tastenwiderstand geht in Ordnung. Während des Tippens gibt die Tastatur allenfalls minimal nach. Als störend hat sich das nicht erwiesen. Hier macht es sich anscheinend bezahlt, dass die Oberseite des Docks aus Metall gefertigt ist. Alles in allem liefert Trekstor hier eine überraschend ordentliche Tastatur. Auf dem Tastaturdock hat sich auch noch Platz für ein kleines, multitouchfähiges Clickpad (etwa 8,2 x 4,6 cm) gefunden. Die glatte Oberfläche des Pads behindert die Finger nicht beim Gleiten. Es verfügt über einen kurzen Hub und einen deutlichen Druckpunkt.

Der Touchscreen unterstützt 10 Berührungspunkte. Er hat uns keine Probleme bereitet und reagiert prompt auf Eingaben. Er kann mit den Fingern und mit aktiven Eingabestiften bedient werden. Letzteres haben wir erfolgreich mit einem Stift der Firma Hama getestet.
Das 11,6-Zoll-Touchscreendisplay des Surftab arbeitet mit einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Der Bildschirm bietet einen guten Kontrast (1.028:1), aber nur eine geringe Helligkeit (235,2 cd/m²). Positiv: Das Display zeigt zu keiner Zeit PWM-Flimmern.

Im Auslieferungszustand liegt die DeltaE-2000-Farbabweichung des Displays bei 7,98. Anzustreben wäre ein Wert kleiner 3. Der Bildschirm leidet unter einem leichten Blaustich.
Trekstor stattet das Surftab mit einem blickwinkelstabilen IPS-Panel aus. Somit kann das Display aus jeder Position heraus abgelesen werden. Im Freien kann das Convertible nicht wirklich verwendet werden. Hier machen sich die reflektierende Display-Oberfläche und die geringe Bildschirmhelligkeit bemerkbar. Letztere fällt im Akkubetrieb noch etwas niedriger aus als im Netzbetrieb. Akku Asus X72J .

Trekstor bietet mit dem Surftab duo W3 ein Windows-Convertible im 11,6-Zoll-Format. Es eignet sich zur Nutzung einfacher Office- und Internetanwendungen. Für das Gerät müssen aktuell etwa 230 bis 250 Euro auf den Tisch gelegt werden. Andere Ausstattungsvarianten sind nicht verfügbar.

Im Inneren des Geräts steckt Intels Atom x5 Z8300 (Cherry Trail) Vierkernprozessor. Die CPU ist zur Nutzung einfacher Anwendungen aus den Bereichen Office und Internet gemacht. Dank einer geringen TDP (kleiner 4 Watt) kann der SoC passiv gekühlt werden. Dies wird hier auch umgesetzt. Der Atom arbeitet mit einer Basisgeschwindigkeit von 1,44 GHz. Mittels Turbo ist eine Steigerung auf bis zu 1,84 GHz möglich. Der Turbo kommt im Netz- und im Akkubetrieb zum Einsatz. Die von uns durchgeführten Multi-Thread-Tests werden mit 1,6 GHz durchlaufen, die Single-Thread-Tests mit 1,6 bis 1,84 GHz.
Das Convertible erledigt die Aufgaben, für die es gemacht wurde, reibungslos. Die Rechenleistung des verbauten SoC genügt den Ansprüchen einfacher Office- und Internetanwendungen. Die geringe Leistung des SoC ist beim Aufbau von Webseiten zu spüren, die mit Werbung vollgepackt sind. Hier braucht der Rechner ein wenig Zeit. Ein Blick auf unsere Vergleichstabelle zeigt, dass das Surftab und das Medion Akoya E2215T deutlich hinter der Konkurrenz zurückliegen. Daraus den Schluss zu ziehen, die Prozessoren beider Geräte würden mit deutlich geringeren Geschwindigkeiten arbeiten, wäre falsch. Beide Geräte sind mit der 32-Bit-Version von Windows 10 bestückt, die anderen in der Tabelle gelisteten Convertibles bringen die 64-Bit-Version mit. Dies schlägt sich in den Resultaten nieder.
Als Datenspeicher dient ein eMMC-Modul, das eine Gesamtkapazität von 32 GB bietet. Davon sind knapp 18 GB frei nutzbar. Die Transferraten des Speichers bewegen sich auf einem normalen Niveau für eMMC-Speicher. Der Speicherplatz kann mittels einer MicroSD-Karte erweitert werden.
Für die Grafikausgabe ist Intels HD Graphics GPU der Cherry-Trail-Generation verantwortlich. Sie unterstützt DirectX 12 und arbeitet mit Geschwindigkeiten von bis zu 500 MHz. Die Resultate in den 3D Mark Benchmarks bewegen sich auf einem normalen Niveau für diese GPU.
Das Convertible wird passiv gekühlt. Einen lärmenden Lüfter gibt es somit nicht. Allerdings gibt das Tablet-Element gelegentlich ein elektronisches Spratzeln von sich.
Unseren Stresstest (Prime95 und Furmark laufen für mindestens eine Stunde) bearbeitet das Convertible im Netz- und im Akkubetrieb auf die gleichen Weisen. Der Prozessor geht mit 480 MHz zu Werke. Der Grafikkern beginnt den Test mit einer Geschwindigkeit von 400 MHz. Nach fünf Minuten wird er auf 200 MHz gedrosselt. Sonderlich stark erwärmt sich das Gerät nicht. Während des Stresstests liegen die Temperaturen an allen Messpunkten unterhalb von Vierzig Grad Celsius. 
Die Stereo-Lautsprecher finden sich auf der linken Seite des Tablet-Elements. Sie erzeugen einen dünnen Klang, der kaum Bass vorweisen kann. Für ein besseres Klangerlebnis müssen Kopfhörer oder externe Lautsprecher genutzt werden.
Auffälligkeiten auf Seiten des Energiebedarf bestehen nicht. Über den gesamten Lastbereich hinweg bewegt sich die Energieaufnahme auf einem normalen Niveau für die hier verbaute Hardwareplattform. Die Nennleistung des USB-Ladegeräts beträgt 10 Watt. Akku Asus X52J .

Unser praxisnaher WLAN-Test simuliert die Auslastung beim Aufruf von Webseiten. Das Profil "Ausbalanciert" ist aktiv, die Energiesparfunktionen sind deaktiviert, und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² geregelt. Das Surftab erreicht eine Laufzeit von 4:54 h - ein schlechter Wert. Von einem Gerät wie dem Surftab erwarten wir eine Mindestlaufzeit zwischen 7 und 8 Stunden.